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Gebäude mit der Aufschrift Freudenberg
18.04.2022

Keine Zugluft mehr

Wenngleich unser Werk in Adlershof erst zehn Jahre alt ist und damit zu den modernsten Produktionsstandorten von Freudenberg Sealing Technologies zählt, gibt es auch hier kontinuierlich etwas zu verbessern.

Konkret ging es in diesem Projekt um die Belüftung der Fertigungshallen. Der Einlasspunkt der Zuluft liegt im oberen Bereich der Halle in warmen Luftschichten. Aus diesem Grund musste die Luft mit 18 Grad Celsius sehr kalt eingeblasen werden, um eine Gesamttemperatur von weniger als 25 Grad Celsius in Bodennahe zu erreichen. Nach Aussage des Produktionsleiters Jörn Weber war die Regelung der Lufttemperatur insbesondere in den Sommermonaten mit einem sehr hohen Energieaufwand verbunden. Auch arbeitsergonomisch zeigt die vorhandene Luftzufuhr Schwachen: Die Klimaanlage blast aus hoch angebrachten Metallkörben Kaltluft in die Fertigungshalle – und damit fast direkt auf die Mitarbeitenden darunter, welche somit ständig Zugluft ausgesetzt waren.

Jetzt mit besserer Luftqualität: Ein Blick in die Fertigungshalle im Werk Adlershof.

Die Anlage, die in einem Belüftungsmix frische Luft zu- und verbrauchte abführte, vermischte saubere und schmutzige Hallenluft. Um Abhilfe zu schaffen, verlagerte das Berliner Team die Luftzufuhr in den unteren Bereich der Halle (Schicht Lüftung). Die starren Stahlkorbe der vorhandenen Lüftung wurden gegen flexible Textilschlauche ausgetauscht. Diese blasen die Kaltluft jetzt in Bodennahe aus. Dadurch vermischen sich die Luftschichten nicht und es wird eine zugluftfreie Kühlung im Arbeitsbereich erzielt. Außerdem lasst sich damit die Einlasstemperatur erhöhen und dadurch Energie sparen. Da die Textilschlauche leicht beweglich sind, stellen sie keine Behinderung des Arbeits- und Transportbereiches dar.

Das Projekt machte sich in mehrfacher Hinsicht bezahlt: Die Krankmeldungen gingen nach unten, die Luftqualität hat sich verbessert und die Energiekosten sind deutlich gesunken. Allein die um zwei Grad Celsius höhere Einlasstemperatur reduziert den Stromverbrauch in den Sommermonaten um durchschnittlich 20.000 Kilowattstunden im Monat. Die Investition wird sich binnen zweieinhalb Jahren amortisieren. Ein weiterer Bonus: Das System lässt sich sehr gut auf andere Standorte übertragen. In Berlin kommt es zusätzlich bereits im Mischwerk erfolgreich zum Einsatz.

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