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16.10.2026 | Pressemitteilung
Weniger Iridium, höhere Effizienz: neue CCM-Generation für PEM-Elektrolyseure
Weinheim, 16. Oktober 2026. Freudenberg Sealing Technologies präsentiert vom 20. bis 22. Oktober 2026 auf der Hydrogen Technology Expo in Hamburg eine neue Generation katalysatorbeschichteter Membranen (Catalyst Coated Membranes, CCM) für die PEM-Elektrolyse. Die Membranen kommen mit 0,5 Milligramm Iridium pro Quadratzentimeter aus und erreichen eine Zellspannung von 1,74 Volt bei einer Stromdichte von 3 Ampere pro Quadratzentimeter. Eine integrierte Schutztechnologie begrenzt zudem den Übertritt von Wasserstoff auf die Sauerstoffseite und erhöht damit die Betriebssicherheit.
Investitions- und Betriebskosten der Elektrolyse senken
Iridium gehört zu den seltensten Metallen der Erde. Trotzdem kommt kein PEM-Elektrolyseur ohne das Edelmetall aus, denn es dient als Katalysator auf der Sauerstoffseite der Membran, an der das Wasser zerlegt wird. Für ein Gigawatt Elektrolyseleistung werden laut Fraunhofer ISE 25.000 bis 35.000 Quadratmeter CCM benötigt. Bei 0,5 mg/cm² stecken darin rund 125 bis 175 Kilogramm Iridium, viele marktübliche Membranen benötigen mehr. Die Beladung entscheidet damit nicht nur über die Investitionskosten (CAPEX), sondern die Katalysatorenstrukturen besitzen einen erheblichen Einfluss auf die Betriebskosten (OPEX), die bei den Total Cost of Ownership der Wasserstoffherstellung einen Anteil von ca. 67 Prozent ausmachen.
Niedrige Zellspannung senkt die Betriebskosten
Weniger Edelmetall nützt allerdings nur, wenn der Wirkungsgrad nicht leidet. Freudenberg Sealing Technologies hat die Katalysatorschichten deshalb so strukturiert, dass die neue CCM trotz geringer Iridiummenge exzellente Zellspannungen und somit eine hohe Effizienz erreicht. Der Elektrolyseur benötigt damit weniger Strom pro Kilogramm Wasserstoff, die Betriebsausgaben sinken. In beschleunigten Alterungstests, die einen langjährigen Betrieb im Zeitraffer nachbilden, zeigte sie keine nennenswerte Degradation. Damit erreicht die Membran bereits heute eine Effizienz, die sich Kunden für Ihre kommenden Elektrolyse-Generationen wünschen.
Schutz vor explosionsfähigem Gasgemisch
Was im Chemieunterricht als Knallgasprobe mit einem lauten Knall endet, muss in einem Elektrolyseur unter allen Umständen ausgeschlossen sein. Auf der Wasserstoffseite herrscht häufig ein bis zu 30 bar höherer Druck als auf der Sauerstoffseite. Dadurch kann Wasserstoff durch die Membran wandern und ab etwa vier Volumenprozent entsteht ein explosionsfähiges Gemisch. Die HTO-Protection, eine eigene Schutztechnologie in allen CCMs von Freudenberg Sealing Technologies, begrenzt diesen Übertritt: Bei 0,5 A/cm² liegt der Wasserstoffanteil im Sauerstoff unter 0,25 Volumenprozent, rund einem Sechzehntel der unteren Explosionsgrenze und bietet eine sehr hohe Sicherheitsmarge.
„Die Edelmetallkosten in der Anschaffung und der Stromverbrauch im Betrieb sind zwei wichtige Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit der Elektrolyse. Unsere neue CCM-Generation setzt an beiden an und senkt so die Gesamtkosten über den Lebenszyklus des Elektrolyseurs, ohne Abstriche bei der Sicherheit“, sagt Michael Milch, Global Head of New Markets Sales, CCM, bei Freudenberg Sealing Technologies.
Varianten für unterschiedliche Stack-Konzepte
Die neue Generation ist in Membranstärken von 50 und 80 Mikrometern erhältlich, das entspricht etwa der Dicke eines menschlichen Haares. Dünnere Membranen ermöglichen einen höheren Wirkungsgrad, dickere eine längere Lebensdauer. Die Wahl hängt von der Design-Philosophie des Kunden ab.
Auf Wunsch liefert Freudenberg Sealing Technologies die Membranen nicht nur als Rollenware oder Bögen, sondern als einbaufertige Baugruppe: laminiert oder im Heißschmelzverfahren mit einem Rahmen verbunden und bei Bedarf mit integrierten Dichtungen aus eigenen Elastomerwerkstoffen versehen. Zusammen mit einer Gasdiffusionslage der Schwestergesellschaft Freudenberg Performance Materials entsteht zum Beispiel eine Membran-Elektroden-Einheit (Membrane Electrode Assembly, MEA). Die Rahmenkonstruktion muss die aktive Fläche vor Kontaminationen schützen und vereinfacht gleichzeitig die Montage im Stack. Auch für PEM-Brennstoffzellen in Lkw, Bussen und Schiffen bietet das Unternehmen CCMs und MEAs an.
Freudenberg Sealing Technologies stellt die neue CCM-Generation auf dem Gemeinschaftsstand der Freudenberg-Gruppe aus (Halle B6, Stand H10). Fachleute des Unternehmens präsentieren dort die Testergebnisse und beraten Besucher zu kundenspezifischen Rahmen- und Dichtungslösungen.
Weiterführende Informationen unter: www.fst.com/de/produkte/ccm-fuer-brennstoffzelle-und-elektrolyse/
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Senior Director Communications & PR
Telephone: +49 (0) 6201 960 7467
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