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Roboterarme am Herd, die Essen in einem Topf zubereiten.

Zwei Arme und drei Sterne

Roboter punkten als Küchenhelfer mit Präzision und Hygiene. Noch sorgen voll automatisierte Restaurants oder Android-Kellner für Aufsehen. Der Trend zur Robotergastronomie hat aber nachvollziehbare Gründe.

Das vermutlich älteste Roboter-Restaurant der Welt war kein Restaurant. „Robo Restaurant“ in Tokio besaß bereits 2012 Roboter, die tanzend auf der Bühne standen. Das Konzept war Show und Entertainment, nicht Küche. Extrem erfolgreich war das trotzdem, wenn auch als Touristenfalle verschrien. In jüngerer Zeit eröffnen weltweit immer mehr Läden, deren Anspruch es tatsächlich ist, Essen zu kochen und zu servieren – mithilfe von Robotern.

In Indien feiert die Kette „Robot Restaurants“ Erfolge mit Robotern, die den Gästen die Speisen an den Tisch bringen. Filialen existieren mittlerweile zum Beispiel in Chennai und dem indischen Technologiezentrum Bangalore. Gäste bestellen am Tisch per Bildschirm, die Zulieferroboter servieren. Köche und Küchenchefs müssen angesichts dessen noch keine Angst haben, ihren Job zu verlieren: Es handelt sich letztlich nur um Logistikroboter. Einen Schritt weiter hingegen ist der „Roboter-Restaurant-Komplex“ im chinesischen Foshan: Hier arbeiten 40 Roboter für bis zu 600 Gäste rund um die Uhr, auch in der Küche. Dabei brauche ein „Nudelroboter“ nur vier Quadratmeter Platz, könne aber 120 Nudelgerichte pro Stunde fertigen, rechnen die Betreiber vor.

Schneiden, zerkleinernrühren

Für die Branchenexperten steht außer Frage, dass die Roboter bald vermehrt in die Küchen einziehen werden. Aus demselben Grund, weswegen sie bereits in der Lebensmittelindustrie verbreitet sind: Roboter können in sehr hoher Geschwindigkeit Routineaufgaben wie Schneiden, Zerkleinern oder Rühren übernehmen –und punkten dabei mit Hygiene und Präzision. Insbesondere für die Systemgastronomie mit ihren standardisierten Abläufen sind das verlockende Aussichten.

Das „Spyce“ Restaurant in Boston verfügt seit 2018 über eine vollautomatisierte Küche. Dort werden die Zutaten vermischt und gerührt – die Köche sind nur noch dafür verantwortlich, die Rezepte vorzugeben und am Ende einen Spritzer Dressing auf die Schüssel zu geben. Tatsächlich sind es fast ausschließlich Schüsseln und die Gerichte meist zusammengemixte, kleingeschnittene Potpourris: Komplexere Menüs können die Automaten nicht handhaben. Das Restaurant wirbt mit Gerichten ab acht US-Dollar, die „in weniger als drei Minuten“ servierfertig seien.

Individuelle Zutaten: kein Problem 

Das britische Start-up Moley wiederum präsentierte 2015 den Prototyp einer vollautomatischen Küche, mit zwei Roboterarmen, die von der Decke hängend Soßen rühren oder Gemüse schneiden und mehrere Kochplatten gleichzeitig bedienen können. Über 5.000 Rezepte beherrscht diese Robo-Küche, und sie ist seit diesem Jahr auf dem Markt erhältlich – für rund 300.000 Euro. Damit ist das Versprechen real geworden, auch kompliziertere Gerichte und Zubereitungsschritte maschinell zu verwirklichen.

Die automatisierte Roboterküche trifft den Nerv einer Zeit, in der Kunden gleichzeitig Geschwindigkeit und Individualität erwarten: Ein Roboterkoch kommt nicht durcheinander mit Extrawünschen, egal ob es spezielle Zutaten sind, Erdnussallergie oder salzarme Küche. Knopfdruck genügt. Das Unternehmen Nala Robotics aus Illinois will noch 2021 ebenfalls ihr erstes automatisiertes Restaurant eröffnen, in dem eine Kombination aus einem Roboterarm mit künstlicher Intelligenz Tausende verschiedener Rezepte kocht. Über die Technologie dahinter schweigt man sich allerdings noch aus.

Der Robo-Chef kann nicht kosten  

Wird in Zukunft das nächste Zwei-Sterne-Restaurant von einem Chef mit Platine und Prozessor betrieben? Es ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass die KI imstande sein könnte, dank Big Data und Deep-Learning-Methoden komplett neue Gerichte zu kreieren und in diesem Sinne „kreativ“ zu sein. An einem Punkt aber werden die Roboterköche bis auf Weiteres scheitern: Sie können ihre Gerichte weder abschmecken noch riechen. Sie wissen zwar, wie man salzarm kocht, aber nicht, wie „salzig“ schmeckt.

Das „Robo Restaurant“ in Tokio hat mittlerweile seine Türen für immer geschlossen: Die Pandemie hat der Unterhaltungsshow den Todesstoß versetzt, denn Gäste waren fast ausschließlich Touristen, keine Einheimischen. So lukrativ die Idee war – vielleicht hätten die Inhaber doch besser auf eine echte Roboterküche setzen sollen.


Dieser Beitrag stammt aus unserem Unternehmensmagazin „ESSENTIAL“, in dem wir kontinuierlich über Trends und Schwerpunktthemen aus unseren Zielindustrien und -märkten berichten. Weitere Beiträge des Magazins finden Sie hier.

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