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Ein Oldtimer-Einsatz

Instandsetzen statt wegwerfen: Das Lead Center Akkumulatoren von Freudenberg Sealing Technologies in Remagen schließt mit Herstellern von Land- und Baumaschinen Rahmenverträge über Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten ab – sowohl für bestimmte Typen von Akkumulatoren, als auch für ganze Baugruppen wie Ventilblöcke oder Federungssysteme. Solche „Runderneuerungen“ von der einleitenden Befundung bis zur abschließenden Funktionsprüfung zählen zum Kundenservice. Privatleuten steht dieser Service nicht offen. Eine einmalige Ausnahme gab es kürzlich dennoch. Das Lead Center half einem hilfesuchenden Landwirt aus der Patsche und reparierte seinen 44 Jahren alten Pflugwendezylinder. Prozesstechniker Erich Körbel engagierte sich bei diesem außergewöhnlichen „Oldtimer-Einsatz“ sogar daheim in seiner Freizeit.
Übergabe des reparierten Zylinders an den Kunden

„Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt. Er setzt seine Felder und Wiesen instand. Er pflüget den Boden, er egget und sät, und rührt seine Hände frühmorgens und spät.“ Schon das alte deutsche Volkslied benennt das Pflügen zum Lockern und Wenden der Ackerkrume als wesentliche landwirtschaftliche Tätigkeit – was übrigens nicht nur für den März, sondern auch für weitere Monate des Jahres gilt. Die Rolle der Pferde übernehmen schon lange immer leistungsstärkere Traktoren, die heutzutage teils sogar satellitengesteuert die Felder bestellen.

Freudenberg Sealing Technologies (FST) ist mit einer Vielzahl an Dichtungen und Akkumulatoren in modernen landwirtschaftlichen Fahrzeugen vertreten: früher auch mit Pflugwendezylindern aus Remagener FST-Fertigung. Mit hydraulischer Unterstützung drehen und wenden diese Bauteile den Pflug in die gewünschte Position und lassen ihn dort arretiert verharren.

44 Jahre alt

44 Jahre alt war ein Zylinderexemplar, das Ende 2021 das Lead Center Akkumulatoren in Remagen erreichte, in Einzelteile zerlegt wie ein Puzzle. Ein Landwirt, der sich als Hobby in einem Verein dem Anbau alter Kartoffelsorten widmet, wollte seinen einwandfrei funktionierenden Pflugwendezylinder routinemäßig überholen lassen. Doch der Instandsetzungsbetrieb musste bei der Remontage die Segel streichen – das Bauteil wollte einfach nicht mehr seinen Dienst versehen. Aber ohne funktionsfähigen Wendezylinder konnte die gesamte aufeinander eingespielte Einheit aus Traktor-Oldtimer und Pflug nicht mehr betrieben werden.

Die Einbausituation des Zylinders am Traktor plus benötigte Teile

Hilfesuchend wandte sich der Landwirt an den Hersteller des Bauteils, FST in Remagen. „Das Teil kenne ich von noch früher“, sagte Prozesstechniker Erich Körbel, als ihn Operations Manager Marcus Darms mit der Aufgabe betraute. Körbel ist heute vor allem als Spezialist fürs Elektronenstrahlschweißen geschätzt. In seinen langen Berufsjahren bei FST in Remagen hat er aber schon viele weitere Aufgaben wahrgenommen. Ein 44 Jahre altes Gerät wieder instand zu setzen gehörte allerdings noch nicht dazu.

Alte Zeichnungen

Körbel ging systematisch an die Arbeit. Er besorgte sich im Remagener Firmenarchiv zunächst die alten technischen Zeichnungen und Spezifikationen. Dann machte er sich an die Fehleranalyse und besorgte die im Rahmen der Wartung nötigen Ersatzteile – das meiste davon Dichtungen aus FST-Beständen

Zylinder Repartur und Fertigstellung
Die wesentliche Herausforderung für Körbel bestand weniger in der Analyse als in der Remontage. Denn mit seiner Erfahrung hatte er schnell verstanden, dass der Instandsetzungsbetrieb schlicht eine Hülse für das Blockieren des Zylinders falschherum eingebaut hatte. Viel schwieriger gestaltete es sich, die Einzelteile ohne das Serienequipment von damals wieder zusammenzufügen. Dazu wich er zum Teil sogar in seiner Freizeit an die heimische Werkbank aus. Der Dank des Auftraggebers und das Lob seiner Vorgesetzten für sein Können und Engagement waren ihm sicher.

„Anschließend haben die Kollegen aus dem Testfeld einen Prüfstand klargemacht, sodass wir in einer hydraulischen Prüfung die einwandfreie Funktionsfähigkeit des Zylinders checken konnten“, verteilt Darms weitere Lorbeeren.

Ein kostspieliges Unterfangen für den Kunden? Nein, der „Oldtimer-Einsatz“ war vor allem imagefördernd für FST. Zum einen zeigte er die hohe Qualität des Bauteils, das mit fachgerechter Wartung auch nach mehr als vier Jahrzehnten Einsatzzeit wieder einwandfrei funktioniert. Zum anderen verdeutlichte er, wie Freudenberg auch im Kleinen nachhaltig handelt: Instandsetzen ist besser als wegwerfen! Von der ansonsten nötigen kostspieligen Ersatzinvestition für den Landwirt ganz zu schweigen.

„Das Finanzielle haben wir in diesem besonderen Fall pragmatisch gelöst“, sagt Darms. Der Landwirt hat an die am Standort Remagen seit Langem bestehende Sozialkasse für hilfsbedürftige Mitarbeitende gespendet. Und mal sehen: Wenn im Herbst die Kartoffelernte ansteht, fällt vielleicht ein Sack der Feldfrüchte für Erich Körbel und seine Kollegen ab.

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