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07.01.2020

Von Holz zu Plastik und zurück?

Ein Unternehmen, das seinen Weltruhm auf Kunststoff gründet. Aber von „Wegwerf-Plastik“ ist hier nicht die Rede. Die Produkte von Lego werden eher verschenkt und verkauft. Trotzdem will der dänische Spielzeugriese nachhaltiger werden. Gestartet war er ursprünglich als Schreinerei.

Selbst die Geschwister des dänischen Schreiners Ole Kirk Christiansen waren skeptisch: Voll erfasst von der Wirtschaftskrise und in einer Auftragsflaute wollte Christiansen sich mit Kinderspielzeug aus Holz über Wasser halten. Aber die Banken winkten ab, und nur mit viel Überredung traten seine Geschwister schließlich als Garantiegeber auf. Spielzeug – hat das Zukunft?

Kunststoff als Nischenprodukt

Heute wissen wir: Von Fenster, Schubladen und Küchenzeilen auf Spielzeug umzustellen, war möglicherweise eine der besten Entscheidungen von Ole Kirk Christiansen. Es war der Startschuss für ein Unternehmen, das heute der größte Spielzeughersteller der Welt ist, mit fast vier Milliarden US-Dollar Umsatz und rund 14.000 Mitarbeitern. Der Firmengründer war dabei ständig an neuen Ideen interessiert und begeisterte sich schnell für die ersten thermoplastischen Kunststoffe – wenn auch anfangs nur als Nische.

Raketenantrieb statt Plastikflasche

Dann wurde ABS entdeckt. Acrylnitril-Butadien-Styropol-Copolymerisat, bevorzugter Werkstoff für alles, was schlagzäh sein muss, vom Motorradhelm bis zum Automobilteil – und dem Kinderspielzeug, das bevorzugt kratzfest, beißfest und farbecht sein sollte. Lego entwickelte eigene Techniken, um den Kunststoff im Heißkanal auf tausendstel Millimeter genau zu produzieren, damit die Noppen der Bausteine garantiert ineinander passen.

Suche nach Alternativen

Nun hat sich Lego zum Ziel gesetzt, bis 2030 ausschließlich nachhaltige Werkstoffe einzusetzen. Aus eigenem Antrieb, denn bislang war das Unternehmen von der Plastikdebatte eher verschont geblieben, und das Spielzeug wird häufiger vererbt als weggeworfen. Die Suche aber gestaltet sich schwieriger als gedacht: Alternative Werkstoffe entpuppen sich als zu weich, nicht farbecht genug oder zerbröseln. Noch immer, so scheint es, spielt ABS unschlagbare Vorteile aus. Andererseits hat man das zu Zeiten von Firmengründer Ole Kirk Christiansen auch über das Holz gesagt.


Mehr zur Firmengeschichte von Lego, Kunststoff als Baustein des Erfolgs und der Suche nach alternativen Werkstoffen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins ESSENTIAL: „Plastik – Last und Lösung“.

Denn der aktuelle Themenschwerpunkt handelt von Kunststoff: Von Wegwerfplastik als Last – und wie wir diesem Problem begegnen können. Aber auch von der Frage, ob Kunststoff eine Lösung sein kann.

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