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Bridge and Cable Car
26.01.2021

Generation Global

Viele Millennials wachsen in dem Bewusstsein auf, dass ihnen die Welt offensteht. Wir sprachen mit zwei von ihnen über ihr globales Leben, das mit der Teilnahme an unserem TANNER-Programm begann.

Ich denke, die Pandemie wird die Globalisierung nicht verändern.

Lena Weiss, Deutschland

Lena Weiss
Lena Weiss, Deutschland besuchte 2012 eine Gastfamilie in den USA. Später studierte sie in Mexiko und traf dort Carlos wieder, der in ihrer Familie zu Gast gewesen war.

Meine Familie hieß mehrmals TANNER-Jugendliche aus anderen Ländern willkommen. Etwa Carlos aus Mexiko. Wir hatten eine unglaublich gute Zeit, und er erlebte bei uns zum ersten Mal Schnee. Ich selbst ging wenig später in die USA. Sie waren für mich als damals 18-Jährige das Nonplusultra. Ich wollte dort auf eigene Faust Erfahrungen sammeln und mein Englisch verbessern.

Ich lebte bei einer Familie im ländlichen Kentucky. Dort war alles sooo groß: das Haus, die Autos, der Kühlschrank, die Waschmaschine. Die Natur war beeindruckend. Ich habe meine erste Quad-Tour gemacht und Glühwürmchen gesammelt. Meine TANNER-Erfahrungen haben mich ermutigt, später wieder ins Ausland zu gehen. Die Wahl für mein Auslandssemester fiel auf Mexiko. Das lag sicher auch an Carlos, der viel über sein Heimatland erzählt hatte. Inzwischen hatte ich Spanisch gelernt, und Carlos‘ Familie erleichterte mir den Start, als sie mich für ein paar Tage aufnahm.

Mexiko ist faszinierend, und die Mexikaner sind sehr herzlich. Ihr Leben ist aber komplett anders. Sie sind mit wenig zufrieden. Ich lernte für uns selbstverständliche Dinge zu schätzen: warmes Wasser, ein gutes Gesundheitssystem und auch die Sicherheit. Ich lebte in der Nähe von Puebla in einer Art Gated Community. Die Zeit dort hat mich definitiv weitergebracht. Es hilft, offen gegenüber anderen Kulturen aufzutreten. Das wird positiv erwidert.

Es ist cool, dass ich durch meine Auslandsaufenthalte Freunde in aller Welt habe. Für mich hat die globalisierte Welt einen hohen Stellenwert, und ich arbeite inzwischen für einen weltweit tätigen Konzern. Dort sprechen wir primär Englisch. Unser Erfolg fußt auf der Globalisierung. Wir profitieren von anderen Ländern. Ich will noch mal länger ins Ausland gehen. Wer bei uns eine Führungsposition anstrebt, von dem wird das erwartet. Südamerika würde mich reizen, auch Asien. Ich denke, die Pandemie wird die Globalisierung nicht wirklich verändern. Für mich ist sie aus der heutigen Arbeitswelt nicht wegzudenken.

Die globalisierte Welt bedeutet mir wirklich viel.

Benjamin Grant, USA

Benjamin Grant
Benjamin Grant, USA verbrachte 2011 zwei Wochen bei einer Gastfamilie in Deutschland, und sein Interesse am Ausland war geweckt. 

Mit 17 besuchte ich zwei Wochen lang Weinheim, wo Freudenberg seinen Hauptsitz hat. Das ist in der Nähe von Heidelberg. Ins Ausland zu gehen war eine einmalige Gelegenheit. Ich verließ erstmals überhaupt Nordamerika und wollte ganz allein eine andere Kultur kennenlernen. Warum ich nach Deutschland ging? Ich bin in Michigan aufgewachsen. Da sind Autos sehr wichtig. Zudem begeisterte mich bereits das Ingenieurwesen. Deutschland mit seinen berühmten Autoherstellern erschien mir da eine logische Wahl.

In Deutschland lebte ich bei Yannick und seiner Familie. Er ist ein Jahr älter und hatte mich ein halbes Jahr zuvor besucht. Ich war überrascht, wie anders Deutschland ist. Es fühlte sich wie ein reiferer Ort an, gerade hinsichtlich der Jugendlichen. Yannick und seine Freunde tauschten sich beispielsweise viel über Politik aus. Das war ich so nicht gewohnt. Was mich noch erstaunte: Alle konnten Englisch. Fremdsprachen werden in den USA nicht sehr gut vermittelt. Ich lernte einige Zeit Spanisch, aber ich kann es überhaupt nicht. Es war also verblüffend, um die halbe Welt zu reisen, und dann sprechen Gleichaltrige fließend Englisch.

Faszinierend war es auch, morgens einfach nur die Straße runterzugehen, um frisches Brot zu bekommen. Zudem beeindruckte mich, dass es solch alte Orte wie Heidelberg gibt. Ich mochte damals so ziemlich alles. Das TANNER-Programm hat mir die Augen geöffnet und mein Interesse an anderen Ländern und Kulturen gesteigert.

Die globalisierte Welt bedeutet mir wirklich viel. Als Fertigungsingenieur arbeite ich heute mit Teams in Deutschland, Kanada und Asien. Ich genieße es, mit all diesen klugen Menschen zusammenzuarbeiten. Mein Arbeitgeber lebt die Globalisierung, und ich will auf jeden Fall noch Projekte im Ausland wahrnehmen. Persönlich wünsche ich mir, dass die Welt noch mehr zusammenwächst. Aus der Perspektive des Ingenieurs sage ich: Auf lange Sicht würde es der Erde guttun, wenn wir nicht so sehr im Wettbewerb zueinander stünden. Lasst uns lieber möglichst viele Informationen teilen.

Was ist TANNER?

TANNER ist das internationale Jugendaustauschprogramm der Freudenberg Gruppe. Es richtet sich an Kinder von Mitarbeitern im Jugendalter. Seit 1999 haben sie die Möglichkeit, zwei bis drei Wochen in Gastfamilien zu leben, die an einem der weltweiten Standorte der Freudenberg Gruppe zu Hause sind.


Dieser Beitrag stammt aus unserem Unternehmensmagazin „ESSENTIAL“, in dem wir kontinuierlich über Trends und Schwerpunktthemen aus unseren Zielindustrien und -märkten berichten. Weitere Beiträge des Magazins finden Sie hier.

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