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Mensch oder Maschine?

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Roboter faszinieren. Sie stehen seit jeher für Hoffnungen, aber auch für Ängste. Einst große Maschinen in Fabriken, demnächst Kollegen, Fahrzeuge, winzig oder virtuell! Der autonome Helfer erobert Branchen und Lebensbereiche. Doch was ist ein Roboter? Was soll er können? Auf der Suche nach Intelligenz und Interaktion, nach Mechanik, Ethik und Emotionen.

Der Traum vom Roboter ist alt – sehr alt. Schon die Griechen der Antike erzählen die Sage der belebten Bronzestatue Talos, im buddhistischen Indien stellte man sich vor dreitausend Jahren Automaten als Grabwächter vor. Ingenieure aus Rom, Athen oder Ägypten konstruierten bereits vor langer Zeit Maschinen und Statuen, die sich täuschend echt bewegten, wenn auch vermutlich mit Hydraulik und Drähten. Seit Jahrtausenden sinnieren die Menschen darüber, ob nicht intelligente Mensch-Maschinen unsere Arbeit übernehmen könnten. Und überlegen gleichzeitig, welche Chancen und Risiken darin stecken.

Natürlich gut: Ein Exoskelett schützt und stützt den Körper von Zikaden. Den Menschen helfen Exoskelette als tragbare Robotik im Arbeitsleben und in der Medizin. © shutterstock / Palo_ok

Nun waren die Automaten der antiken Sagen und die frühen Apparate noch keine „richtigen“ Roboter. Der berechtigte Einwand führt uns allerdings direkt zur Frage, was genau das eigentlich ist, ein „richtiger Roboter“. „Ich kann nicht genau sagen, was ein Roboter ist“, wird Joseph Engelberger zitiert, einer der Pioniere industrieller Robotik: „Aber ich weiß, dass es einer ist, wenn ich einen sehe.“ Engelberger verstarb 2015, und vielleicht käme selbst er heute beim zweiten Satz ins Schleudern: Roboterhunde, autonome Fahrzeuge, Chat-Bots, der Mars-Rover, Mähroboter, einarmige Industriemaschinen – die Vielfalt an Robotern und autonomen Geräten ist immens geworden. Und gerade unter Experten wird darüber gestritten, wo die Definition des Roboters anfängt.

So sind Software-Bots auf den ersten Blick weit entfernt von Robotik, schließlich existieren sie nur virtuell. In dem, was sie tun, sind sie autonomen Maschinen aus Metall und Kunststoff aber erstaunlich ähnlich: eigenständig arbeiten, selbstständig hinzulernen, mithilfe von künstlicher Intelligenz auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren. Die Fortschritte in der Informationstechnologie haben uns komplett neue Möglichkeiten eröffnet. In den USA verfügt jeder Haushalt statistisch bereits über sechs intelligente und vernetzte Geräte, vom Smart Phone über das Auto bis zum Staubsauger. Noch sind viele dieser Geräte keine Roboter, aber sie beginnen bereits damit, Informationen über uns zu sammeln, diese zu interpretieren und im wahrsten Sinne des Wortes mit uns zu interagieren. Bis zu dem, was die meisten von uns „Roboter“ nennen würden, ist der Schritt gar nicht mehr so weit. Gleichzeitig wirkt die steigende Vernetzung intelligenter Geräte wie ein Katalysator für das gesamte Segment der Serviceroboter, die so auf noch mehr Informationen zugreifen können und sich leichter per Endgerät steuern lassen. Serviceroboter erobern alle Branchen: Logistik, Sicherheit, Bildung, Einzelhandel oder Medizin und Pflege. Die aktuelle Ausgabe der ESSENTIAL wirft Schlaglichter auf einige dieser Branchen und Einsatzmöglichkeiten.

Die schwierigsten Herausforderungen für Roboter sind oft diejenigen, die uns Menschen am einfachsten fallen.

Hans Moravec

Bewegung ist auch längst in den Markt der Industrieroboter gekommen, auch hier lernen die Maschinen hinzu, sollen immer selbstständiger arbeiten oder sich fortbewegen und mit menschlichen Mitarbeitern kommunizieren. Mensch und Maschine heißt es hier. Sehr alt ist auch die damit verbundene Angst der Menschen, dass Roboter einmal intelligenter sein werden als wir – und am Ende gar die Weltherrschaft übernehmen. Diese Angst fußt zum Teil auf einem Missverständnis von Intelligenz: Maschinen können Begriffe benutzen oder interpretieren, ohne jemals zu verstehen, was der Begriff tatsächlich bedeutet. Intelligenz ist nicht nur Rechenleistung, sondern umfasst Sinne, Emotionen und Vorstellungskraft. Themen, von denen selbst modernste Roboter noch sehr weit entfernt sind oder die sie möglicherweise niemals beherrschen können.

Reale Fiktion: In Japan spielen Roboter in Industrie und Popkultur eine große Rolle. Dieser aus TV-Produktionen bekannte Roboter steht seit 2020 überlebensgroß in Yokohama. Der Clou: Er kann sich bewegen. © Dick Thomas Johnson

Tatsächlich sollten wir nicht vergessen, dass die Geschwindigkeit des Fortschritts in der Robotik häufig auch überschätzt wurde. Als die Anfänge der künstlichen Intelligenz in den 1950er Jahren entwickelt wurden, erwartete man innerhalb eines Jahrzehnts, menschliche Sprache interpretieren zu können – bis heute haben Roboter damit ihre Probleme. Es gilt noch immer das in den 1980er Jahren formulierte Paradox von Hans Moravec: Die schwierigsten Herausforderungen für Roboter sind oft diejenigen, die uns Menschen am einfachsten fallen. Dazu zählen vor allem unsere Wahrnehmung und unsere Motorik. Trotz Innovation in der Sensorik nehmen viele Maschinen bis heute ihre Umgebung noch immer nicht gut wahr und scheitern daran, Gegenstände vom Boden aufzuheben. Je nach Maßstab lernen Kleinkinder zehn- bis tausendmal schneller als das modernste Neuronennetzwerk. Es wird auch in Zukunft Entwicklungen geben, die uns überraschen – und andere, die nicht so schnell Realität werden wie erwartet.

Klar ist: Der Robotermarkt wird weiter wachsen. Und es werden auch Fortschritte in der Mechanik hinzukommen. Noch präziser arbeitende Gelenke, die noch mehr Branchen und Einsatzbereiche erobern, teilweise unter Extrembedingungen, von der Arktis bis zur Tiefsee. Das alles bedeutet, dass die Ansprüche an Dichtungen steigen – und damit die Chance für uns als Freudenberg Sealing Technologies, unser Know-how und unsere Qualitätsansprüche auszuspielen. Auch dazu haben wir Beispiele in der aktuellen Ausgabe der ESSENTIAL gesammelt. Wir sind neugierig auf diese Zukunft und wir sind überzeugt, unseren Beitrag dazu leisten zu können. Die Roboter des 21. Jahrhunderts werden keine versteckten Drähte mehr haben wie ihre Vorgänger aus der Antike – aber sehr viele von ihnen werden Dichtungen besitzen.

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