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Große Welt ganz klein

Die Globalisierung ist eines der prägenden Phänomene der heutigen Zeit. Die Nebeneffekte der Corona-Pandemie, mit Lockdowns und zeitweise unterbrochenen Lieferketten, unterstreichen diese Tatsache nurmehr. Die Welt rückt jedenfalls immer näher zusammen. Das erlebt jeder hautnah; im privaten wie im beruflichen Alltag.

Am deutlichsten transportiert das Smartphone den Eindruck einer immer kleiner werdenden Welt. Rein statistisch betrachtet besitzt mittlerweile nahezu jeder zweite Mensch eines. Mit dem jederzeit griffbereiten Gerät sind unzählige Informationen aus aller Herren Länder nur einen Klick entfernt. War man im 20. Jahrhundert noch auf Medienhäuser mit ihren Zeitungen, Radio- und TV-Stationen angewiesen, um einigermaßen zeitnah an Informationen zu gelangen, so ist heute dank Internet und Sozialen Medien jeder sein eigener Programmdirektor … in Echtzeit.

Woman Selfie
Selfie-Mania: Content für die sozialen Netzwerke, immer und von überall.

Das führt dazu, dass wir heutzutage besser darüber im Bilde sind, was in den USA, Japan oder Brasilien vor sich geht, als es unsere Eltern und Großeltern noch vor 50 Jahren über die benachbarte Großstadt waren; dank technologischem Fortschritt und digitaler Vernetzung. Und man muss inzwischen noch nicht einmal aktiv nach Nachrichten suchen. Push-Mitteilungen halten einen beständig über das Weltgeschehen auf dem Laufenden, gefiltert nach den eigenen Vorlieben und Interessen.

Reiseziele besser und schneller erreichbar

Das führt dazu, dass immer mehr Menschen selbst entlegenste Gegenden scheinbar nicht mehr fremd sind. Sie werden im Internet erfahrbar. Erst recht mit Tools wie Google Maps. Und viele belassen es nicht bei virtuellen Besuchen. Die Anzahl der Touristen entwickelte sich – von kleinen Rückschlägen abgesehen – in den letzten Jahrzehnten konsequent nach oben. Das liegt nicht zuletzt an immer günstigeren Reisemöglichkeiten. Im Vergleich zum Jahr 1930, als erste Passagierfluglinien aufkamen, lagen die Kosten für den Transport eines Passagiers im Jahr 2005 laut OECD bei nurmehr zehn Prozent. Seither unterboten sich Billigfluganbieter nochmals im Preiskampf um Flugreisende. Auch das führte dazu, dass sich die weltweiten Passagierzahlen in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelten. Hinzu kommt: die Flugdauer hat dank besser ausgebauter Flugnetze abgenommen. Benötigen Fernreisende heute vom australischen Melbourne nach Deutschland im Idealfall keine 24 Stunden, so war die deutsche Olympiamannschaft 1956 noch mehr als 40 Stunden dorthin unterwegs, die Zwischenstopps noch gar nicht mit eingerechnet.

Wer im Ausland unterwegs ist, der lässt per Instagram oder Facebook die Daheimgebliebenen daran teilhaben.

Daheimgebliebene mitnehmen

Wer im Ausland unterwegs ist, der lässt per Instagram, Facebook und Twitter die Daheimgebliebenen daran teilhaben. Oder er greift gleich zur Videotelefonie und nimmt Freunde sowie Verwandte quasi live mit ins Urlaubsland. Selbst wer bei fehlender Internetverbindung auf klassische Anrufe zurückgreifen muss, ist heute bedeutend besser dran. Telefonate über Ländergrenzen hinweg sind mittlerweile kein nennenswerter Kostenfaktor mehr. Bereits 2007 stellte die OECD stellte fest, dass die Kosten für einen internationalen Anruf im Vergleich zu 1930 nur noch 0,03 Prozent betrugen.

Grenzen überwinden in Job und Studium

Auch das Berufsleben wurde über die letzten Jahrzehnte weltumspannender. Unternehmen finden nicht nur über Ländergrenzen hinweg Abnehmer für ihre Produkte und Dienstleistungen. Sie eröffnen auch Produktionsstätten im Ausland oder gehen internationale Kooperationen ein. In dessen Sog wagen Mitarbeiter den Sprung ins Ausland. Die OECD bezifferte die Anzahl der Expats in ihren Mitgliedsländern zuletzt auf 40 Millionen Arbeitnehmer. Und selbst wer im Heimatland arbeitet, ist heute per Videotelefonie im Nu mit Ansprechpartnern am anderen Ende der Welt im Austausch. Den interkulturellen Dialog miteinander erleichtern darüber hinaus immer fundiertere Online-Übersetzungsportale. Auf diese Weise lassen sich E-Mails in Sprachen formulieren und lesen, die man überhaupt nicht beherrscht. Zugleich nimmt die Zahl der Auslandsstudierenden zu. Für 2016 zählte die UNESCO 5,1 Millionen Studenten, die Universitäten und Hochschulen jenseits ihres Heimatlandes besuchten. Die dabei gesammelten Erfahrungen legen oft genug den Grundstein für ein international ausgerichtetes Berufsleben und schaffen ein Gefühl der Vertrautheit mit der Kultur des Gastlandes sowie viele persönliche Kontakte.

All diese Beispiele tragen dazu bei, dass die globalisierte Welt des 21. Jahrhunderts immer weiter zusammenrückt. Das Informationsalter mit seinen technischen Möglichkeiten, die Reise- und Arbeitsmöglichkeiten lassen die Welt zunehmend kleiner erscheinen. Das Überbrücken von Raum und Zeit(zonen) ist für viele zu einer lässigen Selbstverständlichkeit geworden, beruflich wie privat.


In unserem Unternehmensmagazin „ESSENTIAL“ berichten wir kontinuierlich über Trends und Schwerpunktthemen aus unseren Zielindustrien und –märkten. In den kommenden Wochen und Monaten gilt unser Fokus der Globalisierung. Weitere Beiträge des Magazins finden Sie hier.

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