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Aufnahme aus der Luft von Heuballen auf einem Feld

Die Saat für Innovation ist längst gesät

Autonome Fahrzeuge könnten die Landwirtschaft effizienter und präziser machen. Allerdings stellen Maschinen, die potenziell 24 Stunden arbeiten, auch ganz neue Anforderungen an die Qualität ihrer Bauteile. Umso wichtiger, dass die Dichtungen langfristig schützen.

Die Landwirtschaft ist unter Druck, seit längerer Zeit schon: Immer mehr Nahrung soll vom selben Fleck Land erzeugt werden, für eine wachsende Bevölkerung, gleichzeitig aber nachhaltiger und effizienter. Das ist möglich, erfordert aber zwangsläufig neue Technologien: Robotik und Digitalisierung. Autonome Fahrzeuge sparen Arbeitskräfte und vernetzte Geräte könnten dabei helfen, Daten so zu managen, dass noch effizienter gesät, gedüngt oder geerntet wird. Renommierte Hersteller und Start-Ups forschen gleichermaßen emsig an diesen Innovationen. „Es ist viel Bewegung im Markt“, weiß Markus Bedic, Global Key Account Manager für die Bereiche Landwirtschaft und Baumaschinen. Er begleitet viele Kunden aus der Branche, und hat beobachtet, wie die ersten Entwicklungen rund um autonome Agrarmaschinen bereits vor etwa fünf Jahren begannen. Oder, um im Jargon zu bleiben: Die Saat ist längst gesät.

Case IH Case New Holland autonomous tractor on the field with plow

Fahrzeuge steuern bindet wertvolle Arbeitskraft: Der autonome Traktor von Case IH (CNH) könnte das ändern. Das kabinenlose Konzeptfahrzeug findet sich selbst zurecht - und kann sogar gemeinsam in Flotten fahren. © CNH Industrial Deutschland GmbH

Damit sie aber auch Früchte trägt, lautet das Anforderungsprofil: Autonome Fahrzeuge in der Landwirtschaft müssen idealerweise ihren Weg finden, Hindernissen wie Strommasten, Bäumen und anderen Fahrzeugen ausweichen und sich mit kooperierenden Maschinen vernetzen können. Denn viele Arbeitsschritte erfordern entweder verschiedene spezialisierte Fahrzeuge gleichzeitig, oder solche, die sich die Arbeit teilen. „Denken Sie zum Beispiel an Erntemaschinen“, sagt Mauro Lasagno, Global Key Account Manager, der unter anderem Fahrzeughersteller aus dem Bereich Agrarmaschinen in Nordamerika betreut: „Hier fahren oft Flotten von Fahrzeugen gemeinsam aufs Feld.“

Große Traktoren und kleine Schwärme

Aktuell gehen die Produzenten unterschiedliche Wege. Case New Holland (CNH) aus den USA beispielsweise entwickelt und testet derzeit autonome Traktoren, die den aktuellen Modellen ähneln, aber keinen Fahrer benötigen – oder auch hybrid funktionieren, also eigenständig fahren können, aber noch immer über einen Sitz verfügen. Letzteres kann insbesondere sinnvoll sein, um beim vielfältigen Aufgabenbereich eines Traktors selbst zu entscheiden, wo vorerst doch besser Menschen die Kontrolle übernehmen. Ähnlich wie andere Robotik-Anwendungen punktet der autonome Helfer vor allem damit, unfallfrei und ressourcenschonender zu fahren – während der Mensch flexibler ist, wenn Aufgaben außerhalb des Standards gefordert sind.

Der deutsche Hersteller Fendt wiederum setzt unter dem Namen „Xaver“ auf die Entwicklung kleiner autonomer Fahrzeuge, maximal auf Hüfthöhe, die als intelligenter Schwarm in Gruppen die Felder bearbeiten. „Der Landwirt kann diese autonomen Fahrzeuge dann von seinem Büro aus bedienen“, erklärt Bedic. Gleichzeitig könnte er seine Aufgaben durch die von den Fahrzeugen über georeferenzierte Aufzeichnungen gesammelten Daten besser koordinieren und präziser steuern: „Wenn der Roboter die Saat aussät, lassen sich Ort und Zeit jedes einzelnen Saatkorns erfassen.“ Ein wertvoller Datenschatz für Agrarbetriebe. Konzept-Fahrzeuge beider Hersteller fahren derzeit bereits auf Feldern umher. Parallel dazu bringen sich zahlreiche kleinere Start-Ups in Stellung. Ähnlich wie in anderen Branchen wie Automobil oder Logistik setzen die Jungfirmen meist auf intelligente IT-Konzepte oder Nischen, wie zum Beispiel autonome Erntehelfer in schwer zugänglichen, steilen Weinbergen.

24 Stunden im Einsatz

Mit den autonomen Traktoren aber wird sich zwangsläufig nicht nur die Landwirtschaft ändern, sondern auch die Anforderungen an die Maschinen selbst. Genau gesagt, an ihre Bauteile: „Wenn wir an große Felder in Nordamerika oder Brasilien denken, dann werden diese Fahrzeuge dort bei bestimmten Einsätzen nie stoppen“, sagt Lasagno.

© Jörg Döringer

Sie werden in der Erntesaison buchstäblich 24 Stunden im Einsatz sein.“ Ausfälle durch defekte Einzelteile wären fatal und würden Zeitpläne durcheinanderbringen. Die autonomen Maschinen sind umso mehr auf qualitativ hochwertige Bauteile angewiesen. Freudenberg Sealing Technologies arbeitet seit vielen Jahren eng mit Herstellern zusammen, um Qualität zu garantieren – und dabei auch einmal neue Wege zu gehen, wie Lasagno erklärt: „Wir haben zum Beispiel dabei geholfen, eine existierende Traktor-Modellreihe von CNH in Brasilien mit Kolbenspeichern anstelle von Hydraulikspeichern auszurüsten. Dadurch können sie bei der Zuckerrohrernte etwa drei Mal so lange fahren.“

Eine Zusammenarbeit auf diesem technisch anspruchsvollen Niveau erfordere viel gegenseitiges Verständnis und Know-how, führt Lasagno aus – könne aber auch idealerweise dazu führen, dass der Kunde neue Modelle direkt auf die neuen Bauteile anpasst. Lasagno ist zuversichtlich, dass insbesondere Hersteller von autonomen Landwirtschaftsmaschinen die Dichtungen von Freudenberg schätzen werden: „Bei der Arbeit entsteht logischerweise viel Dreck und Staub, umso wichtiger sind qualitativ hochwertige Dichtungen, die Getriebe oder Achsen schützen.“

Autonome Helfer auf den Feldern

Klar ist: Autonome Maschinen werden bald über die Äcker und Felder fahren. Alles spricht dafür, dass insbesondere große Betriebe auf die Roboterhelfer setzen. „Vielleicht erleben wir dann auch eine verstärkte Spezialisierung der Fahrzeuge“, sagt Bedic. Die Erfahrungen mit Robotik aus anderen Branchen lehrt schließlich, dass autonome Maschinen dann besonders gut sind, wenn sie möglichst klar umrissene Aufgabenfelder haben. Die Landwirte können sich dann auf das Management konzentrieren. Und die Maschinenproduzenten ihre Innovationsideen blühen lassen. Gesät haben sie ja schon.


Dieser Beitrag stammt aus unserem Unternehmensmagazin „ESSENTIAL“, in dem wir kontinuierlich über Trends und Schwerpunktthemen aus unseren Zielindustrien und -märkten berichten. Weitere Beiträge des Magazins finden Sie hier.

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